Oct 29
Als "rechter Treffpunkt" verschrien, als
"Versammlungsort von Neonazis" diskreditiert, ist die
"Staatsreparatur" im Berliner Bezirk
Steglitz-Zehlendorf schon oft Ziel von medialer Anfeindung
gewesen. Dennoch trotzt man der Etikettierung, lässt sich nicht
beeindrucken von einem Stempel. Sagenumwobene...Read more
Als "rechter Treffpunkt" verschrien, als
"Versammlungsort von Neonazis" diskreditiert, ist die
"Staatsreparatur" im Berliner Bezirk
Steglitz-Zehlendorf schon oft Ziel von medialer Anfeindung
gewesen. Dennoch trotzt man der Etikettierung, lässt sich nicht
beeindrucken von einem Stempel. Sagenumwobene Stätten haben
gleichzeitig ihren Reiz, sie ziehen sogar Referenten aus dem
tiefen Bayern an. So auch am heutigen Donnerstag, wenn der
Beisitzer im Landesvorstand der "Generation
Deutschland", Andreas M. Höfner, über das Thema der
sozialen Gerechtigkeit spricht. Und vor allem die Forderung
unterstreicht, es nicht den Linken zu überlassen. Da ich selbst
aus genau diesem Grund früher einmal SPD oder Grünen nahestand,
weil es gerade zu Schulzeiten als völlige Normalität galt,
Chancengleichheit, Solidarität und Teilhabe allein mit einer
progressiven Agenda erreichen zu können, bewegt mich die
Angelegenheit außerordentlich. Und ich schließe mich dem
patriotischen Politiker ausdrücklich an: Will die Alternative
für Deutschland ihr Stammwählerklientel weiter ausbauen, darf
sie sich nicht um Antworten auf die vermeintliche Klassenfrage
drücken, muss sich mit einem gesellschaftlichen Problemfeld
befassen, welches bestens dazu geeignet ist, ein Miteinander zu
sprengen. Und da ist es keinesfalls eine abgedroschene Leier,
wiederum auf die Herausforderungen der illegalen Einwanderung zu
verweisen, die völlige Überforderung durch ein entglittenes
Asylsystem, den Verlust von nationaler Souveränität und
territorialer Integrität. Bekanntermaßen machen Ausländer 48
Prozent der Bürgergeldempfänger aus, obwohl sie nur 15 Prozent
Bevölkerungsanteil stellen. Kontinuierlich gibt der Bund etwa 30
Milliarden Euro jährlich für flüchtlingsbezogene Kosten.
Kumulierte Gesamtrechnungen gehen von einem hohen zwölfstelligen
Betrag aus, der seit 2016 geflossen ist, ohne nur ansatzweise
kompensiert zu werden. Laut Hochrechnungen steigt die
Nachhaltigkeitslücke in Form einer implizierten Neuverschuldung
bei fortgesetzter Zureise von vermeintlich Hilfsbedürftigen
kontinuierlich an, wird mit dem 1,5-Fachen des
Bruttoinlandsprodukts beziffert. Sollte man künftig konsequent
auf Remigration setzen und dem bisherigen Trend der offenen
Grenzen abschwören, dürften die Defizite um 5,8 Billionen Euro
niedriger ausfallen. Gigantische Summen, die sich nur teilweise
schmälern lassen, wird mit einer spürbaren Entlastung im Sinne
einer Netto-Null frühestens in Jahrzehnten gerechnet, mit einer
ernsthaften Konsolidierung bestenfalls 2070. Für diese Annahme
sind allerdings wesentliche Begleitumstände unerlässlich,
nämlich strenge Pflichten zur Berufsausübung, klare Sanktionen
bei Ablehnung zumutbarer Beschäftigung und drastische Kürzungen
von Leistungen für jene, die nie in die Systeme eingezahlt
haben. Zwar liegt die Beschäftigungsquote in der 2015er-Kohorte
an Migranten mittlerweile bei 64 Prozent. Doch zahlreiche Jobs
finden sich im Niedriglohnsektor, sind befristet oder allenfalls
auf Hilfsarbeiter-Niveau. Die Mär von der
Fachkräfte-Bereicherung hat sich in Luft aufgelöst, es bedürfte
eines Mentalitätswechsel von der schutzbietenden zur
erwerbsorientierten Einwanderung. Deutlich leichter hätte man es
allerdings, würde sich das deutsche Volk seiner eigenen
Potenziale besinnen, Familienförderung und Kinderfreundlichkeit
zur tatsächlichen Staatsräson erklären, den Altersstrukturwandel
selbst in die Hand nehmen, statt sich darauf zu verlassen, dass
es Außenstehende richten werden. Björn Höcke hatte davon
gesprochen, dass wir auch problemlos mit "20, 30 Prozent
weniger Menschen in Deutschland auskommen". Gemeint ist
damit nicht etwa, hiesige Staatsangehörige zu
"deportieren", sondern mit etwas mehr Gelassenheit auf
eine demografische Minusbilanz zu blicken, sie nicht auf Teufel
komm raus auszugleichen. Verändert sich nämlich das Verhältnis
von Rentnern zu Erwerbstätigen, könnte eine kleinere, aber
jüngere und produktive Bevölkerung die Sozialkassen entlasten.
Der Pro-Kopf-Wohlstand kann hoch bleiben oder sich steigern,
würden Automatisierung, KI oder Beschäftigungsanteil Druck aus
dem Kessel nehmen. Zwar hätte eine im Umfang schmälere
Volkswirtschaft auch deutlich weniger Steueraufkommen in
absoluten Zahlen, aber eine ökonomische Analyse wird dann
plausibel, wenn wir abkommen vom Modell der verpönten
Elternschaft, hin zu einer steigenden Geburtenrate. Das Szenario
ist nicht unrealistisch, doch der Weg braucht einen Willen.